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Spritzschutz in der Küche: Rückwand fliesenfrei erneuern – Eigentum oder Miete

Aus Hausarztpraxis Janine Ritthammer

Erst wenn die Abdichtung trocken ist, setzen Sie die Nische ein und fixieren sie mit Kleber oder Mörtel. Drücken Sie das Element fest an die Wand und richten Sie es mit einer Wasserwaage aus. Anschließend fliesen Sie die Ränder – aber nur mit flexiblem Fliesenkleber, der für Nassbereiche geeignet ist. Die Fugen zwischen Nische und Fliesen sollten Sie mit Silikon ausspritzen, das gegen Schimmel resistent ist. Lassen Sie das Silikon vollständig aushärten, bevor Sie die Dusche wieder benutzen. Ein Fehler, der oft zu Undichtigkeiten führt, ist das Verlegen von Fliesen direkt auf die Dichtschlämme, ohne eine zweite Abdichtungsebene einzubauen. Bei stark beanspruchten Duschflächen empfiehlt es sich, zusätzlich ein wasserdichtes Vlies in die Nische zu legen.

Die richtige Farbwahl: Was der Untergrund vorgibt Ist der Untergrund fest und trocken, stellt sich die Frage nach der Farbart. Für Mietwohnungen empfiehlt sich eine klassische Dispersionsfarbe, die strapazierfähig und abwaschbar ist. Achten Sie auf das Etikett: Die Abriebklasse gibt an, wie gut die Farbe das Reinigen verkraftet. Klasse 1 ist am robustesten, aber auch teurer. Für normale Wohnräume genügt oft Klasse 2. Wollten Sie eine stark deckende Farbe, wählen Sie einen hohen Deckungsgrad – das spart doppeltes Streichen und Sie haben weniger Stress.

Vinylboden im Badezimmer ist wegen seiner Robustheit und Optik beliebt. Doch wer die Bahnen einfach auf den Estrich klebt, riskiert nach wenigen Monaten aufgequollene Kanten und unschöne Wellen. Der Schlüssel liegt in der sorgfältigen Abdichtung und im korrekten Aufbau des Untergrunds. Nur wenn diese beiden Elemente stimmen, hält der Boden dauerhaft – auch bei hoher Luftfeuchtigkeit und Spritzwasser.

Beginnen Sie mit der richtigen Lüftung. In fensterlosen Bädern ist ein Abluftventilator unverzichtbar, der idealerweise mit einem Feuchtigkeitssensor ausgestattet ist. Dieser schaltet sich automatisch ein, sobald die Luftfeuchtigkeit einen bestimmten Wert überschreitet, und läuft noch eine Nachlaufzeit nach. Stellen Sie sicher, dass der Lüfter eine ausreichende Leistung hat, um das gesamte Badvolumen in wenigen Minuten umzuwälzen. Als Faustregel gilt: Die Luft im Raum sollte viermal pro Stunde ausgetauscht werden. Lassen Sie die Tür nach dem Duschen einen Spalt offen, damit trockenere Luft aus angrenzenden Räumen nachströmen kann – sofern diese nicht ebenfalls feucht sind.

Wer eine Dusche ohne Ablagefläche plant, kennt das Problem: Shampooflaschen stehen auf dem Boden, Duschgel klemmt in der Ecke oder liegt auf dem Wannenrand. Eine nachgerüstete Wandnische schafft Abhilfe, birgt aber Risiken. Wenn die Abdichtung nicht stimmt, dringt Wasser in die Wand und verursacht langfristig Schimmel oder strukturelle Schäden. Mit der richtigen Vorbereitung und ein paar Handgriffen können Sie eine Nische sicher einbauen – auch ohne Profi-Handwerker.

Bevor Sie überhaupt eine Bahn zuschneiden, muss der Untergrund absolut eben, trocken und frei von Rissen sein. Unebenheiten gleichen Sie mit einer geeigneten Spachtelmasse aus, die für Feuchträume zugelassen ist. Nach dem Trocknen folgt die Grundierung – sie verbessert die Haftung und verhindert, dass Feuchtigkeit von unten aufsteigt. Bei Fußbodenheizung ist zudem eine separate Dehnungsfuge entlang der Wände Pflicht, sonst arbeitet das Material zu stark.

Ein typischer Fehler ist das Streichen auf frisch gespachtelten Flächen ohne Grundierung. Spachtelmasse saugt die Feuchtigkeit der Farbe auf, sodass die Wand fleckig wird. Also: Nach dem Spachteln immer eine Grundierung auftragen. Auch bei stark saugenden Untergründen wie Gipskarton ist eine Grundierung Pflicht. Denken Sie daran, dass eine Grundierung nicht nur die Saugfähigkeit reguliert, sondern auch die Haftung der Farbe verbessert. Sie müssen also nicht sparen, sondern investieren in ein glattes Ergebnis.

Nach dem Einbau sollten Sie die Nische einer Wasserdichtigkeitsprüfung unterziehen. Lassen Sie einige Minuten lang Wasser in die Nische laufen und beobachten Sie, ob feuchte Stellen an der Unterseite oder an den Seiten auftreten. Prüfen Sie auch die Ecken von innen, da sich dort oft Haarrisse bilden. Wenn alles trocken bleibt, ist die Nische funktionsfähig. Die Wartung ist simpel: Reinigen Sie die Flächen regelmäßig mit einem milden Reiniger und kontrollieren Sie die Silikonfugen ein- bis zweimal im Jahr. Eine nachgerüstete Nische lohnt sich nur dann, wenn die Abdichtung sorgfältig ausgeführt wird – andernfalls riskieren Sie teure Folgeschäden an der Bausubstanz. Mit der richtigen Planung und etwas handwerklichem Geschick schaffen Sie so dauerhaft Ordnung in der Dusche, ohne die Wandfeuchtigkeit zu erhöhen.

Wer in einer Mietwohnung streichen möchte, steht oft vor der Frage: Welche Farbe ist die richtige? Die Antwort hängt weniger von der aktuellen Farbpalette ab, sondern vor allem vom Zustand des Untergrunds. Bevor Sie einen Eimer öffnen, sollten Sie die Wand genau unter die Lupe nehmen. Denn die falsche Farbe auf dem falschen Untergrund führt schnell zu hässlichen Flecken, Abblättern oder einer ungleichmäßigen Optik.